Kurzbiographie
von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler
Am 21. August 1821 wurde Wilhelm Heinrich Schüßler als einer von zwei Söhnen in Bad Zwischenahn im Großherzogtum Oldenburg geboren. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, musste er zunächst als Hauslehrer arbeiten und konnte erst mit 30 Jahren sein Medizinstudium mit der Hilfe seines Bruders beginnen. Seine Studienzeit verbrachte er an renommierten Universitäten in Paris, Berlin, Gießen und Prag. Erst gegen Ende seines Studiums holte Schüßler sein Abitur nach, bevor er sich in seiner Heimatstadt als Arzt niederließ und vierzig Jahre erfolgreich praktizierte und forschte. In dieser Zeit entwickelte Dr. Schüßler eine neuartige Therapieform, die er „Biochemische Heilweise“ nannte.
Zentrale Erkenntnis war, dass Krankheiten auf der Basis gestörter biochemischer Prozesse und eines gestörten Mineralhaushaltes entstehen. Ein Mangel oder das Fehlen bestimmter, weniger Mineralsalze seien in der Lage, den gesamten Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht zu bringen und die Gesundheit so zu beeinträchtigen. Dr. Schüßler grenzte sein Heilverfahren deutlich von der damals bekannten Homöopathie mit dem Ähnlichkeitsprinzip ab als Substitutionsheilweise. Dennoch bereitete er die Mineralsalze homöopathisch auf, um durch die sogenannte Potenzierung Zugang in die Körperzellen zu ermöglichen. Zusätzlich sah er außerhalb der Zellen nährstoff- und basenreiche Ernährung als Mittel zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes an.
Dr. Schüßler benutzte nur 12 Mineralsalze, die sich bis heute als Arzneimittel behauptet haben. Er blieb seiner Heimat treu und starb am 30. März 1898.
