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Heilmethode der Schüssler Salze

Eine Zelle, zwölf Salze, ein Ganzes - der Mensch

Eine verschlüsselte Formel denken Sie? Genau diese Frage hat sich Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898) auch gestellt, als er die Bedeutung der Mineralstoffe für den menschlichen Körper erforschte.
Die Schüßlersalze werden zwar zu den homöopathischen Arzneien gezählt, dennoch grenzt sich diese Heilmethode von der klassischen Homöopathie ab.

„Wer von kleinen Gaben reden hört, denkt gewöhnlich sofort an Homöopathie; mein Heilverfahren ist aber kein homöopathisches, denn es gründet sich nicht auf das Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf die physiologisch-chemischen Vorgänge, welche sich im menschlichen Organismus vollziehen. Durch mein Heilverfahren werden Störungen, welche in der Bewegung der Moleküle der unorganischen Stoffe des menschlichen Organismus entstanden sind, mittels homogener Stoffe direct ausgeglichen, während die Homöopathie ihre Heilzwecke mittels heterogener Stoffe indirekt erreicht.“
Quelle: Schüßler, Wilhelm Heinrich (1874):
Eine Abgekürzte Therapie. S.3

Wilhelm Heinrich Schüßler

Dr. Virchow, Arzt und Wissenschaftler an der Berliner Charité, erkannte im 18 Jh. die Zelle als kleinste funktionierende Einheit im Organismus. Ebenso erforschte er ihre Störung im Krankheitsfall. Schüßler, der als homöopathischer Arzt praktizierte, entwickelte auf Grundlage von Virchows Erkenntnissen eine eigene Heilmethode. Er machte es zu seinem Lebensziel herauszufinden, welche Mineralstoffe in welcher Form in einer Zelle vorhanden sein müssen, um das Gleichgewicht zu sichern und Mangelzustände zu vermeiden.

Dr. Virchow

Kurt Hickethier, ein Zeitgenosse Schüßlers, griff dessen Grundgedanken auf und entwickelte eine neuartige Diagnosemethode, Mineralstoffmangel im Gesicht zu erkennen, die sogenannte Antlitzdiagnose, die er „Sonnerschau“ nannte. Angetrieben wurde er durch seine eigene unheilbare Bechterew'sche Krankheit. Hier konnte er gleich die Wirksamkeit der Antlitzdiagnostik und Biochemie am eigenen Leib überprüfen. Er erreichte den Stillstand seiner Erkrankung, was ihm noch mehr als 40 Jahre lang ein beschwerdefreies Leben ermöglichte.

Hickethier setzte die Antlitzdiagnostik in Verbindung mit der Therapie durch Schüßlersalze mit großem Erfolg ein. Er schreibt in seinem “Lehrbuch der Biochemie” über die Sonnerschau: “Die Sonnerschau, die Antlitzdiagnostik ermöglicht es, den Mangel an Lebenssalzen vom Gesicht abzulesen. Deshalb erlernt sie! Lest es vom Gesicht ab, was Euch und Euren Lieben fehlt!“

In Anerkennung seiner Forschungen auf dem Gebiet der Antlitzdiagnostik und Biochemie wurde Kurt Hickethier 1926 die Ehrendoktorwürde als Dr. of Naturopathy vom Pittsburgh College of Naturopathy/USA verliehen. Durch seine große praktische Erfahrung entwickelte er richtungsweisende Kriterien, die bis zum heutigen Tage gültig sind. Seine Behandlungserfolge waren bahnbrechend und provozierten entsprechend auch Kritik. Das führte aus politischen Gründen zu einem Berufsverbot mit Beschlagnahme seiner Bücher und beider Kurhäuser. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wagte Hickethier nunmehr im Westen Deutschlands einen Neuanfang und gründete ein Behandlungszentrum, dessen Fertigstellung er jedoch nicht erleben durfte. Sein Lebenswerk wird bis heute von seinen Schülerinnen und Mitarbeiterinnen Charlotte und Luise Depke weitergeführt.

Die Antlitzdiagnostik bleibt auch in der heutigen Zeit eine bewährte Diagnoseform, die untrennbar mit der Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler verbunden ist und so eine einzigartige Naturheilweise darstellt.

Mit fortschreitenden Erkenntnissen in der biochemischen Forschung wurden nach Schüßlers Tod weitere Mineralstoffe in Gewebe und Blut entdeckt, die erweiterte Aspekte für die Therapie ermöglichten. Sie werden als Ergänzungsmittel bezeichnet. Die Notwendigkeit wird gelegentlich von vereinzelten Vertretern der "klassischen" 12 Funktionsmittel nach Dr. Schüßler in Frage gestellt. Eine abschließende Bewertung ist auch von Expertenseite noch nicht erfolgt; das therapeutische Spektrum jedoch ist breiter geworden.

Gesunder Schlaf

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Und das ist wörtlich zu nehmen. Zur Erholung und Regeneration unseres Körpers ist guter und erholsamer Schlaf ein unverzichtbares Muss.

Gesunder Körper

Nur wer auf die Zeichen seines Körpers achtet, kann auch etwas für dessen Gesundheit tun. Jedes Organ, jeder Muskel und jede Faser haben wichtige Funktionen, die sie Tag für Tag erfüllen.